E-Mobility im Realitätscheck

Auch das 21. Symposium für Versorgungswirtschaft in Schleswig-Holstein hatte sich wieder ein hochaktuelles Thema auf die Fahnen geschrieben – E-Mobility. Von der Politik ambitioniert und mit hochgesteckten Zielen vorangetrieben, kommt es in der Realität ins Stocken. Woran liegt es? Eine Frage, die am 12. Juni zwischen Masterstudenten, Vertretern der Wirtschaft und Experten wieder intensiv diskutiert wurde.

Eine Million Elektroautos sollen in 2020 über die deutschen Straßen rollen, so das Ziel der Bundesregierung. Laut Statista (www.statista.com) betrug die Anzahl der Wagen mit Elektroantrieb im Januar 2017 gerade mal 34.000. Da ist noch recht viel Luft nach oben. Dass es auch anders geht, zeigte der Vortrag der Studentengruppe von der Fachhochschule Kiel. Gerade unsere europäischen Nachbarn im Norden haben uns bewiesen, dass mit Steueranreizen die Elektromobilität im Sinne der Energiewende deutlich an Fahrt aufnimmt. Zu ähnlichen Ergebnissen kam Christian Klaiber von der Initiative Zukunftsmobilität Baden-Württemberg. Er führte als Beispiel die Österreicher auf, die ebenfalls mit Steuervorteilen die Bürger für die Anschaffung elektrobetriebener Fahrzeuge begeistern konnten. Die Gemeinde Sprakebüll hat mit viel Eigeninitiative und eigenen Windparks ebenfalls über finanzielle Anreize und die Beteiligung der Bürger an den Windparks die Anzahl elektrobetriebener Fahrzeuge im Ort deutlich steigern können. Über das Konzept informierten der Bürgermeister, Karl Richard Nissen, zusammen mit dem Geschäftsführer von Solar-Energie Andresen GmbH.

Die Vorträge des 21. Symposiums