GeoSpatial Analysis - GSA

Für fundierte operative und strategische Entscheidungen ist es eminent wichtig, sämtliche Informationen, betriebswirtschaftliche wie auch technische, in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

In den 1990er Jahren wurde dies bereits unter dem Begriff der "Business Intelligence" zusammengefasst und meint Verfahren und Prozesse zur systematischen Analyse von Daten in elektronischer Form. Die Daten liegen in unterschiedlichsten Quellen vor und werden für bestimmte Fragestellungen entsprechend zueinander in Bezug gesetzt. Geographische Aspekte wurden hierfür jedoch außer Acht gelassen.

Diese Lücke schließt GSA. Es wurde mit dem Anspruch entwickelt, als benutzerfreundliches und intuitiv zu bedienendes Werkzeug jedermann im Unternehmen zu dienen.

GSA ist eine Lösung für die

  • Zusammenführung von Karten und alphanumerischen Daten.
  • Modellierung und Erstellung von thematischen Karten.
  • Erstellung von Analysen und Berichten.

Der Nutzen

GSA liefert fundierte Informationen für strategische und operative Entscheidungen durch

  • bereichs- und systemübergreifende Nutzung vorhandener Unternehmensdaten und intelligente Verknüpfung für verschiedene Anwendergruppen
  • flexible Datenauswertung für bestehende, sich ändernde oder neue Geschäftsabläufe durch einfache Konfiguration
  • erweiterte Anpassung vorhandener Daten im Hinblick auf neue Trends oder für den Vergleich unterschiedlicher Optionen

Reduzierte Kosten

  • keine aufwendigen und zeitraubenden Prozesse für die Informationsbeschaffung und Verteilung bei Erhaltung der Datenintegrität und -aktualität
  • geringer Aufwand für die Betreuung
  • niedrige Schulungsaufwände

Anwendungsszenarien

Qualitätssicherung

Ein Versorger möchte zur Erweiterung seines Angebotsportfolios ein Kommunikationsnetz als Ergänzung der bestehenden Leitungsinfrastruktur planen. Hierfür werden korrekte geographische Daten benötigt.

Das erfordert einen unabhängigen Korrekturabgleich der GIS-Daten, die von der Netzgesellschaft geliefert werden auf inhaltliche und geographische Lagegenauigkeit.

Die Lösung mit GSA

Die exportierten Daten werden zusammen mit den Geobasisdaten und Daten aus einer unabhängigen Quelle (OSM) in einer gemeinsamen Datensicht zusammengeführt. Auf einen Blick ist auf dem Bildschirm ersichtlich, ob eine Nachbearbeitung der Daten erforderlich ist. Der Aufwand beträgt nur wenige Minuten.

Störungsauswertung

Ein Wasserversorger möchte beispielsweise detaillierte Aussagen zu den Kosten seiner Störungen, die aufgrund von Rohrbrüchen entstanden sind, in Erfahrung bringen.

Hierzu werden die Informationen aus der kaufmännischen Anwendung mit den Geobasisdaten des Rohrleitungsnetzes in Bezug gesetzt werden.

Die Lösung mit GSA

Auch für diesen Anwendungsfall bietet GSA umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten. Da die eingespeisten Informationen ursächlich in separaten Datenbanken gepflegt und verwaltet werden und GSA diese weiterverarbeitet und in einer Gesamtsicht zusammenstellt, können optionale Veränderungen in der Datenbasis als Varianten durchgespielt und in Form von thematischen Karten veranschaulicht werden.

ESN Wärmeatlas

Der ESN Wärmeatlas liefert zielgerichtete Informationen für energetische Entscheidungen im Hinblick auf die Strom- und Wärmeverbräuche von Häusern bzw. Quartieren.

Die Lösung mit GSA

GSA integriert die Verbrauchsdaten der Sparten Strom und Wärme und kombiniert diese mit den geographischen Informationen in der räumlichen Karte. Verschiedene fachliche Sichten treffen Aussagen

  • zur raumbezogenen Verbrauchssituation
  • zum Energiemix
  • zum CO2-Ausstoß der Gebäude

Damit ist eine Bewertung der Energieeffizienz möglich, in dem die Ist-Werte mit historischen Daten und den zukünftig angestrebten Werten verglichen werden.

Der Wärmeatlas ist es ein aussagekräftiges Werkzeug für Energieversorger, Wohnungsunternehmen und Kommunen zur Entscheidungsvorbereitung von Maßnahmen im Kontext der Energiewende. So können Auswirkungen geplanter Investitionen für Modernisierungsmaßnahmen an den Heizungsanlagen, an den Kesseln oder der Gebäudezuleitung als Zukunftsszenarien abgebildet und durchgespielt werden.

Projekt-Controlling

Für die Dokumentation der Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen kommen in der Energieversorgungswirtschaft diverse Systeme zum Einsatz. Die Planung erfolgt in AVA-Systemen, die finanziellen Aspekte managt eine kaufmännische Anwendung und die Netzdokumentation erfolgt in geographischen Informationssystemen.

Der Vergleich von Planung, Ist-Abrechnung und Dokumentation ist in der Regel aufwendig und zeitintensiv.

Die Lösung mit GSA

Für die notwendige Auswertung verschneidet GSA Netz- und Geobasisdaten aus dem GIS mit den Auftrags- und Abrechnungsdaten aus der kaufmännischen Lösung und visualisiert diese Sichten in der OSM-Hintergrundkarte. Über einen tabellarischen Vergleich der Abrechnungen aus der kaufmännischen Anwendung mit der GIS-Dokumentation hinsichtlich bestimmter Positionen des Leitungsverzeichnisses sind Aussagen zu den entstandenen Kosten je Hausanschluss pro verlegten Meter möglich.

Die Qualität von Planung und Dokumentation lässt sich somit einfach überprüfen und ebenso leicht können Ausreißer und Mängel aufgedeckt werden. Auch ein Benchmarking der Subunternehmer lässt sich einfach erstellen.